Allergie - Was ist das?

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Informationen rund um Allergien, deren Vermeidung und Behandlung.

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff „Allergie“?

Allergie (engl. allergy)

= ist eine häufige Erkrankungsform, bei der das Immunsystem eines Menschen auf bestimmte körperfremde Stoffe ungewöhnlich stark reagiert.

Das Immunsystem ist quasi im Ungleichgewicht und attackiert plötzlich Stoffe, die der Körper normalerweise als ungefährlich betrachten würde.

Diese allergieauslösenden Stoffe heißen Allergene.

Heuschnupfen (engl. hay fever)

= ist das sichtbare Ergebnis einer allergischen Reaktion des Körpers (Allergie). Also eine Abwehrreaktion des Körpers gegen diese Allergene (z.B. Blütenpollen von Bäumen, Gräsern oder Kräutern, Schimmelpilzsporen, Tierhaare oder Hausstaubmilben).

Im Fachjargon nennt man Heuschnupfen allergische Rhinitis!

Wie viele Menschen leiden in Deutschland unter einer Allergie?

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Nahezu jeder 5. Deutsche leidet unter einer Allergie. Auch andere Länder haben etwa den gleichen Anteil allergischer Menschen. Damit gehört die Allergie weltweit zu einer der häufigsten menschlichen Erkrankungen (Weltgesundheitsorganisation (WHO)).

Welche Arten von Allergien gibt es ?

Im Wesentlichen unterscheidet man 4 Allergietypen (nach Coombs und Gell). 

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Typ-1-Allergien werden auch Allergie vom Soforttyp genannt, weil sie sehr schnell nach Kontakt mit dem allergieauslösenden Allergen auftritt. Zu dieser Allergie gehört der sogenannte Heuschnupfen – also die häufigste allergische Erkrankung.

Typ-2-Allergien werden als Allergie vom zytotoxischen Typ bezeichnet. Hier kommt es zu Reaktionen mit dem Auslöser der Allergie auf Zellebene. Diese seltenere Allergieform kann man z.B. bei Medikamentenallergien beobachten.

Typ-3-Allergien sind Allergien, die allergische Reaktionen auf der Ebene des Blutkreislaufes auslösen. Dazu gehört z.B. die Unverträglichkeit gegen Fremdserum bzw. Dextran-Unverträglichkeit. Diese Allergieform tritt noch seltener auf. 

Typ-4-Allergien sind sogenannte Spättyp-Allergien, bei denen hauptsächlich die Haut bei Kontakt mit Fremdstoffen nach einer bestimmten Zeit eine allergische Reaktion zeigt. Diese Spättyp-Allergien nennt man auch Kontaktekzeme ausgelöst durch Kontaktallergien (z.B. auf Nickel oder andere chemische Stoffe). Dieser Allergietyp ist vergleichsweise häufiger und betrifft schätzungsweise 3 bis 4 Millionen Deutsche.

Was passiert eigentlich bei einer Allergie in meinem Körper?

Was bei einer allergischen Reaktion in Ihrem Körper passiert ist sehr komplex. Sichtbar und spürbar für Sie sind natürlich die Symptome ihrer Allergie, in Form von laufender Nase, juckenden Augen und juckender Haut usw.

Schauen wir uns auf den folgenden Bildern einmal an, was in ihrem Körper passiert, wenn Sie Kontakt mit einem sogenannten Allergen haben.

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Allergene kommen überwiegend mit ihnen in Berührung entweder über den Kontakt mit der Haut oder den Kontakt mit den Schleimhäuten. In diesen Fällen wird das Allergen in den Körper aufgenommen und kommt mit bestimmten Zellen in Kontakt.

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Diese sogenannten antigenpräsentierenden Zellen (kurz APZ) sorgen dafür, dass das Allergen mit dem Immunsystem in Kontakt kommt. Das Immunsystem „erkennt“ das Allergen als „Feind“ und sendet bestimmte Botenstoffe, sogenannte Histamine, aus.

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Diese Histamine verteilen sich im gesamten Körper und sorgen für ihre allergischen Symptome, indem sie die Schleimhäute in Mund, Auge und Nase anschwellen lassen und für Juckreiz, Niesen und manchmal sogar Atemnot sorgen können.

Sollten Sie solche Symptome zu bestimmten Jahreszeiten oder bei bestimmten Situationen haben, so sollten Sie einen allergologisch erfahrenen Facharzt aufsuchen.

 Welche Behandlungsmöglichkeiten es für eine solche Form der Allergie gibt, können Sie im folgenden Kapitel nachlesen.

01/09/2013